NEWS 2010 - Freiwillige Feuerwehr Unterwössen


01/10 - Brand in Dachgeschosswohnung - Schaden etwa 100.000 Euro

Unterwössen - Schaden von mindestens 100.000 Euro entstand am späten Mittwochnachmittag bei einem Brand in einer Dachgeschosswohnung in der Frühlingstraße. Verletzt wurde niemand.

Die Bewohner des Mehrfamilienhauses konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Für die Feuerwehren aus Unterwössen und weitere Wehren aus dem Achental wurde Großalarm der Stufe 3 ausgelöst.
Dies hatte den Einsatz von acht Feuerwehren mit über 120 Mann zur Folge. Zudem waren Rettungsdienst und Polizei mit zahlreichen Kräften vor Ort.
Gegen 16.30 Uhr wurden zunächst die Feuerwehren Unterwössen, Oberwössen und Marquartstein mit Alarmstufe 2 (Mittelbrand) alarmiert. Die Rettungsleitstelle informierte die Wehren, dass der Brand in dem Wohnhaus an der Frühlingstraße durch die „Explosion eines Ölofens“ entstanden sei.
Schon auf der Anfahrt sahen die Feuerwehren Flammen aus der Dachgeschosswohnung flackern und den First auf voller Länge brennen. Deshalb ließ die Einsatzleitung der Feuerwehr Unterwössen noch auf dem Weg zum Brandort Alarmstufe 3 (Großbrand) auslösen. Daraufhin rückten die Feuerwehren aus Grassau, Übersee, Schleching, Reit im Winkl, der Löschzug der Feuerwehr Traunstein und die Unterstützungsgruppe „Örtliche Einsatzleitung“ aus Traunstein an.
Sofort wurden Drehleitern der Feuerwehr in Stellung gebracht. Vom Drehleiterkorb aus konnten Löscheinheiten gegen die Feuersbrunst auf dem Dachstuhl ankämpfen. Gleichzeitig rückten Atemschutzträger im Gebäudeinnern bis zur betroffenen Dachwohnung vor.
Sie konnten den Brandherd rasch lokalisieren und das Feuer löschen.
Gegen 17.15 Uhr, rund 45 Minuten nach der Alarmierung der Feuerwehren, meldete die Feuerwehr-Einsatzleitung „Feuer aus“.
Der Löschzug der Feuerwehr Traunstein wurde noch auf der Anfahrt abbestellt und konnte zum Gerätehaus zurückkehren. Auch kamen nicht alle Feuerwehren zum Einsatz. Sie wurden im näheren Umfeld des Brandortes in Bereitstellungsräumen platziert, mussten jedoch nicht mehr aktiv eingreifen, nachdem die Ortswehr Unterwössen und die unmittelbaren Nachbarwehren die im wahrsten Wortsinn brenzlige Situation schnell im Griff hatten.
Durch den raschen und effektiven Löscheinsatz von der Drehleiter aus, konnte ein Übergreifen des Feuers auf benachbarte Gebäude und somit Schlimmeres verhindert werden.
Die Dachgeschosswohnung brannte weitgehend aus. Decken und Wände wurden von Brandrauch geschwärzt. Das Zimmer, in dem das Feuer ausbrach, wurde vollständig zerstört.
Mit Belüftungsgeräten sorgte die Feuerwehr dafür, dass der Brandrauch aus dem Gebäude geblasen wird. Die Nachlöscharbeiten sowie intensive Kontrollen nach versteckten Glutresten, für die Holzverkleidungen großflächig entfernt werden mussten dauerten bis in die Abendstunden an.
Zum Zeitpunkt des Brandausbruches hielten sich nur zwei Personen in der betroffenen Wohnung auf. Sie versuchten noch das Feuer zu löschen, was jedoch nicht gelang.
Alle Hausbewohner wurden von der zuerst am Brandort eingetroffenen Polizeistreife aufgefordert das Gebäude zu verlassen. Alle blieben unverletzt. Sie wurden von Helfern des Bayerischen Roten Kreuzes betreut.
Das BRK war mit einem Rettungswagen und dem Einsatzleiter Rettungsdienst präsent.
Nach ersten Erkenntnissen der Polizei ist eine Verpuffung im Gasofen Ursache für den Wohnungsbrand.
Die Kriminalpolizei Traunstein hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
Die Feuerwehr schätzt den entstandenen Sachschaden auf mindestens 100.000 Euro.

Bericht aus Chiemgau24.de vom 21. Januar 2010