NEWS 2016 - Freiwillige Feuerwehr Unterwössen


01/16 - Truppmannprüfung - Erste Prüfung nach dem neuen modularen System im Feuerwehrverband Traunstein


19 Nachwuchsretter aus fünf Wehren bestehen den Basisbaustein zum Truppführer

Unterwössen. Zum Abschluss des ersten Bausteins des Truppmannlehrgangs im neuen modularen System traf sich erstmals im Landkreis Traunstein der Feuerwehrnachwuchs von fünf Wehren am Feuerwehrhaus Unterwössen. Der neue Truppmannlehrgang ist der erste Ausbildungsschritt der jungen Feuerwehrleute. 19 Kandidaten aus Unterwössen, Schleching, Marquartstein, Rottau und Übersee traten zur theoretischen und praktischen Prüfung des ersten Basismoduls an. Kreisbrandmeisterland 2-2 Alfred Waschin, Übersee, Fach-Kreisbrandmeister Ausbildung Josef Linner, Seeon und der Fachberater Jugend Land 2 Thomas Göls zeigten sich mit der Bausteingestaltung, wie auch den Prüfungsergebnissen sehr zufrieden. Alle haben bestanden.
Mit dem neuen modularen (in Bausteinen gegliederten) Truppmannausbildung (MTA) betreten die Feuerwehren in Bayern Neuland und erschließen sich ein zukunftsweisendes Modell für die Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehren. Gegenüber dem ursprünglichen Ausbildungsleitfaden trägt die jetzige Ausbildung neuen aktuellen Themen verstärkt Rechnung. Gelehrt wird nun Feuerwehrwissen über alternative Energien und Fahrzeugantriebe, aber auch der Umgang mit Medien wie Facebook oder Twitter im Feuerwehralltag. Die Ausbildung vermittelt die Fähigkeiten zum Truppführer. Insgesamt ist die Ausbildung sehr praxisorientiert. Sie sollen der Ausstattung der örtlichen Feuerwehr und den individuellen Fähigkeiten des einzelnen Rechnung tragen. Ausbilder sollen nicht mehr reine Wissensvermittler sein, sondern Anleitungen und Hilfe geben, damit sich der Nachwuchs sein Wissen eigenständig aneignen kann.
Der jetzt abgeschlossene erste Baustein, das Basismodul, beinhaltet alle Grundtätigkeiten und Kompetenzen, die jeder Feuerwehrangehörige beherrschen und erwerben muss. Sie richten sich strikt nach den Aufgaben innerhalb eines Trupps.
Im theoretischen Teil wurden in einem Multiple Choice Test mit rund 50 Fragen Dinge wie die Rechtsgrundlagen der Feuerwehr und ihre Organisationen, Wissen um das Brennen und Löschen, Fahrzeug- und Gerätekunde und Fakten zur eigenen Ausrüstung abgefragt. Nach dem schriftlichen Teil zeigten die jungen Wehrleute, dass sie den Umgang mit tragbaren Leitern, das Kuppeln einer Saugleitung, das Anlegen von Seilknoten und -stichen beherrschen.
Wie uns Kreisbrandmeister Alfred Waschin und Kreisbrandmeister Ausbildung Josef Linner erläuterten, schließt sich an den jetzigen ersten Basis-Baustein ein Funkmodul an, in dem die jungen Leute ihre Kenntnisse über den Funkverkehr - jetzt insbesondere den Digitalfunk - erwerben. Dritter Baustein ist die Truppführerausbildung. Das jetzt abgeschlossene Basismodul mit bestandener Zwischenprüfung berechtigt die jungen Wehrleute, entsprechend den Altersvorgaben an Einsätzen teilzunehmen. Weiter ist sie Voraussetzung für weiterführende Lehrgänge und Leistungsprüfungen.

Fotos und Bericht fg