NEWS 2011 - Freiwillige Feuerwehr Unterwössen


03/11 - 2010 war ein ruhiges Jahr mit lediglich 17 Einsätzen

Auf ein ruhiges Jahr mit lediglich 17 Einsätzen hat die Feuerwehr Unterwössen in ihrer Jahreshauptversammlung im Hotel "Gabriele" zurückgeblickt.

Unterwössen - Vorstand Christian Gropper begann seinen Jahresbericht mit einem Lob für alle Mitglieder, die im letzten Jahr besondere Funktionen und Aufgaben übernommen hatten.
Mit Blick auf das Jahr 2010 hob er den erheblichen Anteil der Feuerwehr am Aufstellen des Maibaums hervor. Gropper hielt besonders das große Feuerwehrfest an der Halle unter den eigenen Veranstaltungen für sehr gelungen. Die Hallenparty habe zwar mit geänderten Zuständigkeiten bei der Genehmigungsbehörde höhere Kosten gebracht, sei aber auch positiv verlaufen.
Etwas Besonderes seien auch die Veranstaltungen mit den Oberwössner Kollegen gewesen, zum einen das Pragwochenende, zum anderen der Ausflug zum Bayernspiel in die Allianzarena. Aber schon dieser Ausflug nach München habe, so der Vorstand, unter mangelndem Mitgliederinteresse gelitten. Viele Mitglieder hätten dann auch bei der Helferfeier und beim Jahresendfest gefehlt. Für 2011 plane die Vorstandschaft bisher das Feuerwehrfest, die Hallenparty und die Jahresabschlussfeier.
Kommandant Stefan Wimmer blickte auf ein ruhiges Jahr mit 17 Einsätzen und insgesamt 794 Stunden ehrenamtlicher Tätigkeit zurück. Zu sieben Bränden und zehn technischen Hilfeleistungen sei die Wehr ausgerückt. Besonders erinnerte Wimmer an die Brände in der Frühlingstraße, in den Gasthöfen in Schleching und Raiten sowie zu Silvester in Marquartstein.
Das Fronleichnamshochwasser habe erwiesen, dass das Ausleitungsbauwerk funktioniere - die großen Sorgen seien dahin. Es habe aber auch gezeigt, sagte der Kommandant weiter, dass im Falle großer Wassermassen nach wie vor Stauwasser hinter dem Deich oder hochdrückendes Grundwasser an bestimmten Brennpunkten weggepumpt werden müsse.
Sowohl bei den zu leistenden Übungen, als auch bei den Fahrzeugbewegungsfahrten - auch wichtig für die Schulung der Fahrer - sei die Feuerwehr im Soll geblieben. Die Feuerwehrführung werde in diesem Jahr verstärkt darauf achten, so Wimmer, dass die Mindestteilnahme an acht Übungen von den Mitgliedern erbracht werde und die Bewegungsfahrten geleistet würden.
In der Vorschau verwies Wimmer auf den wichtigen Übungsnachmittag in Grassau und auf die Abnahme des Leistungsabzeichens "Wasser". Gemeinsam mit der Wehr Oberwössen stehen seinen Angaben zufolge wieder ein Übungsnachmittag und eine Jugendübung am Hochseilgarten am Masererpass auf dem Programm.
Zu der beabsichtigten Anschaffung eines Löschfahrzeuges (LF) 20 hat die Feuerwehr jetzt umfangreichen Schriftverkehr mit der Genehmigungsbehörde gehabt, um Änderungen an der Grundausstattung zu erreichen. Nachdem sie abgewunken habe, gehe es nun an die Ausschreibung, die erst einmal mit eigenem Sachverstand vorbereitet werden solle.
Kassier Markus Guggenbichler berichtete, dass neben den Beiträgen und Spenden vor allem Feuerwehrfest und Hallenparty zu einem guten Jahresergebnis geführt hätten. Die Kassenprüfung durch Peter Haslreiter hatte laut seinem Bericht keinerlei Beanstandung gebracht. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet.
Bürgermeister Hans Haslreiter, zugleich Ehrenkommandant, betonte, dass die Feuerwehr ihre Pflichten immer gut erfülle und eine vorbildliche Arbeit leiste. Ihn freue insbesondere die gute Zusammenarbeit mit der Wehr in Oberwössen.
Kreisbrandmeister Alfred Wasching forderte eine hohe Beteiligung an den Übungen ein und verwies auf das umfangreiche Übungs- und Lehrgangsangebot. Nachdrücklich erinnerte er den Verein, die Jugendarbeit nicht außer Acht zu lassen. "Wenn man da zwei, drei Jahre auslässt, hat man gleich Lücken."
Vorstand Gropper ehrte mehrere Mitglieder für ihre langjähre Zugehörigkeit. Siegfried Drexl, Stüberlwirt Walter Fritsch und Stefan Blösl hat er für 35 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet. Auf 20 Jahre haben es Georg Schlaipfer, Peter Haslreiter, Sportwart Andreas Bär, Gerätewart Martin Blösl, Hans Guggenbichler und Schriftführer Dr. Martin Döllerer gebracht. lfl

Bericht der Chiemgau Zeitung vom 28. März 2011