NEWS 2015 - Freiwillige Feuerwehr Unterwössen


04/15 - Jahreshauptversammlung

Mit den Neuwahlen im Rahmen der Jahreshauptversammlung hat die Feuerwehr Unterwössen die Vereinsführung verjüngt. Michael Klauser (2. von links) ist der neue Kommandant der Wehr, Robert Stengel (links) nach wie vor zweiter Kommandant. Als Vorstand führt Michael Weikl (weiter von links) den Verein zusammen mit seinem Stellvertreter Hans Kurfer jun.


Unterwössen. Michael Klauser ist neuer Kommandant der Feuerwehr Unterwössen, Michael Weikl leitet den Verein. Die bewährte Vereinsführung aus den Vorständen Christian Gropper, Anton Dirnhofer und Kommandant Stefan Wimmer tritt ins zweite Glied zurück. Die ansonsten in weiten Teilen identische Vorstandschaft steht für Kontinuität. Für die Wehrleute war 2014 ein normales Jahr mit 50 Einsätzen. So sagten es die Berichte der Jahreshauptversammlung im Gebirgsschützenheim am Streichenweg.

Die gut vorbereiteten Neuwahlen unter Bürgermeister Ludwig Entfellner brachten den Generationswechsel, wie es sich die Vorstandschaft vorgestellt hatte. Der 26-jährige Unterwössner Feuerwehrhauptmann Michael Klauser ist neuer Kommandant. Der Unterwössner trat 2003 der Feuerwehr bei. Er ist im Zivilberuf Labormechaniker. Ihm zur Seite steht als Zweiter weiter Robert Stengel. Die Geschäfte von Vorstand Christian Gropper führt zukünftig Michael Weikl. Sein Zweiter Vorstand Hans Kurfer jun. übernimmt das Amt von Anton Dirnhofer. Wie bisher führen Markus Guggenbichler und Wolfgang Kentzia die Kasse. An die Stelle von Schriftführer Sebastian Haag tritt Andreas Nieß. Robert Stengel übernimmt zusätzlich das Amt des Jugendwartes von Michael Klauser. Die Jugend wählte Stefan Steinbacher zu ihrer Vertrauensperson, Christian Gropper ist das bei der der aktiven Mannschaft.
Der scheidende Kommandant Stefan Wimmer blickt auf ein normales Jahr 2014 mit 50 Einsätzen. Die Wehrleute rückten zu acht Brandeinsätzen, 23 Mal zu technischen Hilfeleistungen aus. Nach dem Hochwasserjahr 2013 hat sich 2014 damit den Einsatzzahlen der Jahre 2011 und 2012 angepasst. 16 Mal regelten die Wehrleute den Verkehr. Sie hielten drei Sicherheitswachen zu Seeräuberspiel, Bataillonsfest und Flugtag.
In seiner Gesamtbilanz listet der Kommandant Wimmer 2160 Arbeitsstunden. Im Einsatz waren die Wehrleute 924 Stunden. Die Übungen verlangten 1235 Stunden. In den Vorjahren hatten sich die Übungen um das neue LF 20 gehäuft. 2014 gelang der Vorstandschaft, die Übungen auf ein Normalmaß zu reduzieren. 49 Übungen sind es geworden. Die Mitglieder der Unterwössner Wehr haben zahlreiche Lehrgänge besucht. Zwei Gruppen haben die Leistungsprüfungen der technischen Hilfeleistungen mit Bravour bestanden. 2015 möchten die Aktiven verschiedene Leistungsabzeichen erringen. Am 11. April ist in Schleching Übungssamstag. Der Kommandant erwartet ein weites Aufgabenfeld mit vielen realistischen Übungen. "Es ist der letzte Bericht für mich", schloss er seine sechsjährige Tätigkeit als Kommandant. Er dankte der Mannschaft, den Weggefährten und den Unterstützern von der Inspektion bis zur Gemeinde.
Abseits der Einsätze gab es ein lebhaftes Vereinsleben, steuerte Vereinsvorstand Christian Gropper am Ende seiner Amtszeit bei. Dabei erweisen sich die eigenen Veranstaltungen mit Feuerwehrfest und Hallenparty nach wie vor als Schlüssel für den ausgeglichenen Haushalt. Deshalb war es in 2014 Glück, dass der ergiebige Regen erst einsetzte, als die Gäste gekommen und in der Wagenhalle trockene Plätze gefunden hatten. Die Feuerwehr beteiligte sich sowohl mit Diensten als auch als Mitwirkende am Seeräuberfest im März und dem Bataillonsfest der Gebirgsschützen im Juli. Der zweitägige Vereinsausflug mit den Feuerwehrkameraden aus Oberwössen führte nach Südtirol. Ausgiebig feierten die Wehrleute mit den Kameraden zwei Hochzeiten. Gemütliche Stunden erlebten sie bei der Jahresabschlussfeier am Wössner See und beim Stammtisch unmittelbar vor Weihnachten.
Jetzt schaut die Feuerwehr auf das Aufstellen des Maibaums. Gropper hofft, dass heuer ein Grillabend mit den Ehefrauen und Partnern zustande kommt. Außerdem plant die Vorstandschaft eine zweitägige Hüttenwanderung mit der Jugend.
Der Kassenbericht von Markus Guggenbichler erwies ein ordentliches Plus vor einem soliden Kassenstand. Vereinsvorstand Christian Gropper lobte über die Kassenführung hinaus den Zweiten Kassier. Wolfgang Kentzia habe die SEPA-Umstellung "hervorragend umgesetzt".
Die Mitglieder folgten den vorgeschlagenen Satzungsänderungen. Die waren im Wesentlichen redaktionell, wie die längst überfällige Umstellung des Textes von Mark auf Euro. Die Satzung sieht jetzt die Funktionen des Geräte- und des Jugendwartes vor. Die Vertrauensleute wurden in der Satzung um zwei reduziert.
Bürgermeister Ludwig Entfellner meint: "Wir, die Gemeinde, sind uns bewusst, die Ausstattung muss passen. Aber dass Wichtigste sind die Leute dahinter." "Bleibt dabei - vor allem die Jungen", rief er auf. "Wenn ich heute auf Nacht heimgehe, ist mir wohl um die Sicherheit der Gemeinde", setzte Entfellner sein Schlusswort.
Kreisbrandmeister Alfred Waschin dankte dem scheidenden Vorstand und dem Kommandanten. Wimmer habe sich schnell in seine Aufgabe eingearbeitet und die Wehr "hervorragend geführt". Gleiches gelte für Vorstand Christian Gropper. Dem jetzt jungen Vorstandsteam versprach er die Unterstützung durch die Inspektion. Damit es bei der gesunden Altersstruktur der Wehr bleibe, hatte Waschin den Tipp, nach Quereinsteigern zu suchen, die Interesse an Feuerwehrarbeit hätten. Waschin freut sich auf die Digitalfunkumstellung ab diesem November. Die bisherige Funktechnik, 50 Jahre alt, sei nicht mehr zeitgemäß.
25 Jahre sind Peter Haslreiter und Georg Schlaipfer bei der Feuerwehr. Mit großem Beifall kommentierten die Mitglieder die Ehrung von Walter Fritsch für 40 Jahre Mitgliedschaft. Fritsch hat sich besonders als Stüberlwirt im Feuerwehrhaus hervor getan.
Nach der Sitzung sprachen wir mit Christian Gropper. Für den Kommandanten Stefan Wimmer und ihn sei es "eine tolle Erfahrung" gewesen sei, die Feuerwehr zu leiten. Sie seien an der Aufgabe gereift. Sie hätten wertvolle Freundschaften und Kontakte knüpfen können.
fg

Bericht der der Wössner Gemeindezeitung vom 03. April 2015