NEWS 2016 - Freiwillige Feuerwehr Unterwössen


04/16 - Jahreshauptversammlung

Wössner Wehr rückt zu 34 Einsätzen aus
Besondere Ehrungen in der Jahreshauptversammlung für Stefan Blösl und Robert Stengl


Unterwössen. Auch wenn 2015 ein eher ruhiges Jahr war, die Feuerwehr Unterwössen zeigt sich in ihrer Jahreshauptversammlung gut gerüstet. Bürgermeister Ludwig Entfellner und Kreisbrandmeister Alfred Waschin freuten sich im Land Hotel Gabriele über die gute Beteiligung der Jugend.

Insgesamt 34 Einsätze zählte Kommandant Michael Klauser in seinem Jahresbericht, aufgeteilt in 27 Technische Hilfeleistungen und sieben Brandeinsätze. 350 Stunden leisteten die Blauröcke. Besonders in Erinnerung bleibt die Evakuierung der Grund- und Mittelschule Unterwössen, als ein ungewöhnlicher Geruch eine Gefährdung von Schülern und Lehrern befürchten ließ. Die Evakuierung lief reibungslos, die Befürchtungen bewahrheiteten sich nicht. Ein Sturmschaden im März riss das Dach der Siemenshalle am Flugplatz großflächig weg. Die Wehrleute rückten aus, vor weiteren Schäden zu sichern. In Erinnerung bleibt auch ein Brand in Schleching-Mühlau, zu dem die Unterwössner die Schlechinger Wehr unterstützte. Die Unterwössner durchliefen 28 Übungen mit einem Aufwand von 720 Stunden. Allein 60 Stunden fielen dabei auf den Schlechinger Übungstag, ein Tag den die Schlechinger Kollegen bestens organisiert hatten. So gab es ein breites Übungsspektrum durch die ganze Arbeit der Feuerwehr. Klauser freut sich, dass Florian Färb nger und Kilian Fritsch die Atemschutzlehrgänge bestanden haben. Den Truppführerlehrgang absolvierten Hans Kurfer und Thomas Mariacher.
Als Vorstand Michael Weikl aus dem Vereinsleben berichtete, sah er das Dorffest der Feuerwehr gut angenommen. Die wieder ins Leben gerufene Tombola habe sich bewährt. Auch am neuen Konzept für die Hallenparty im November will die Vorstandschaft künftig festhalten. Das Fest dehnte sich nicht über das gesamte Erdgeschoss des Feuerwehrhauses, sondern konzentrierte sich auf Wagenhalle und Außengelände. Weikl richtete seinen Dank an die vielen Helfer, vor allem an Frauen und Partnerinnen, die kräftig mit angepackt hätten. Er erinnerte an das Helferfest und die Weihnachtsfeier mit den Partnerinnen und Ehefrauen am Wössner See. Beim Aufstellen des Unterwössner Maibaums half die Wehr bei Sicherung und Verkehrsregelung. Stammtische, Eisstockturnier und das Vereinsschießen bei den Gebirgsschützen füllten das Vereinsjahr. Für 2016 plant die Feuerwehr Renovierungsarbeiten am Feuerwehrhaus, so Waigel. Das Feuerwehrfest kommt heuer am 25. Juni mit den Hallgrafenmusikanten und den Berchtesgadener Buam. Die nächste Hallenparty ist für den 5. November geplant.
2015 brachte der Kasse ein ordentliches Plus freute sich Kassier Markus Guggenbichler. Das fußt wesentlich auf den eigenen Veranstaltungen der Wehrleute, mit denen sie sich Spielraum für Investitionen schaffen.
Bürgermeister Ludwig Entfellner sprach seine Anerkennung für die Arbeit im Dorfleben aus. So etwas sei wichtig und gehöre dazu, auch wenn der eigentliche Schwerpunkt in der Feuerwehrarbeit liege, Leuten in Not zu helfen. Das Feuerwehrwesen sei Pflichtaufgabe der Gemeinde, so Entfellner. Ich bin euch dankbar, dass ihr uns in diesem Bereich entlastet. Mit Blick in die gut besetzte Runde freute sich Entfellner über die Anzahl an Jugendlichen. „Wenn die Jugend Interesse zeigt und dabei ist, ist der Verein gesund“, sei seine Erfahrung aus vielen Jahren Vereinstätigkeit. Es mache die gesunde Mischung aus, wenn die Jugend auf den wertvollen Schatz an Erfahrung der Älteren trifft.
Kreisbrandmeister Alfred Waschin sah als wichtigste Neuerung im Feuerwehrverband den Digitalfunk. Der erweiterte Probebetrieb laufe gut. Zur Zeit werde noch ständig verbessert. Ortsbereiche die früher per Funk nicht zu erreichen waren, seien jetzt versorgt. Für die Arbeit der Wehrleute bedeute das eine wesentliche Erleichterung. Die endgültige Freischaltung des Digitalfunks ist auf den 1. Oktober dieses Jahres terminiert. Waschin freut sich über die gute Beteiligung der Jugend in der Feuerwehr Unterwössen.
Im übrigen unterstrich Waschin die Bedeutung der Ausbildung in der täglichen Arbeit der Wehren. Waschin rief auf, das breite Angebot zu nutzen. Auch wenn 2015 in Unterwössen ein Jahr mit wenig Einsätzen gewesen sei, müsse sich jeder bewusst sein, dass auch wieder andere Zeiten kommen. „Deshalb nicht nachlassen“, rief Waschin auf.
fg

Bericht der der Wössner Gemeindezeitung vom 29. April 2016