NEWS 2013 - Freiwillige Feuerwehr Unterwössen


11/13 - Sicherheit bedeutet Lebensqualität - Fahrzeugweihe bei der Feuerwehr Unterwössen

Unterwössen. Mit einer feierlichen Weihe wurde das neue Löschfahrzeug 20 (LF 20) der Feuerwehr Unterwössen auf dem Unterwössner Rathausplatz offiziell in Dienst gestellt. Ebenfalls geweiht wurde ein vom Feuerwehrverein angeschafftes gebrauchtes Mehrzweckfahrzeug. Das war ein großer Tag für die Feuerwehr, hieß es in den Wortbeiträgen. Aber es war vor allem ein großer Tag für die Sicherheit der Bürger.
Im Anschluss an den Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin bildete sich ein Kirchenzug aus Pfarrer, Bürgermeister, Gemeinderäten und Vereinsvertretern. Die Fahnenabordnungen der Vereine reihten sich ein. Zur Musik der Musikkapelle Wössen marschierten sie über die Hauptstraße zum Rathausplatz. Dort begrüßte Feuerwehrvorstand Christian Gropper die vielen Gäste, darunter auch die Vertreter der Kreisbrandinspektion aus Traunstein mit Kreisbrandrat Hans Gnadl.
Bürgermeister Hans Haslreiter erinnerte sich an 1967. Als er damals Kommandant der Feuerwehr wurde, habe es ein einziges Feuerwehrfahrzeug gegeben: einen Ford Transit für sechs Mann Besatzung. Heute 46 Jahre später sieht er die beiden Ortsfeuerwehren in Unterwössen und Oberwössen mit sieben Fahrzeugen ausgestattet. Haslreiter schreibt das auch seinem eigenen Bestreben zu, bestmögliche Sicherheit für Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten. Er blickte zurück auf die Anstrengungen, die seit 2009 zum Erwerb des Fahrzeuges erbracht wurden. Begonnen hätte alles mit der Informationsbeschaffung und Fahrzeugvorführungen. Gemündet sei das in Genehmigungs- und Zuschussverfahren. Die Ausschreibung und jetzt die Lieferung des neuen Fahrzeuges LF 20 beweisen, so Haslreiter, "Es hat sich gelohnt!" In Bezug auf die Sicherheit seiner Bürger sah Bürgermeister Haslreiter die Gemeinde noch einmal einen Schritt nach vorn gegangen. Als ehemaliger Kommandant und Bürgermeister sei er "begeistert und beeindruckt". Im neuen Feuerwehrfahrzeug sieht Haslreiter ein Hightechgerät, in dem 40 Jahre Erfahrung in der Brandbekämpfung, Rettung und Bergung stecken. Es sei das modernste Feuerwehrfahrzeug, das es derzeit am Markt gebe und das erste seiner Art in Achental. Haslreiter erinnerte an die Kosten. 330.000 EUR habe das Fahrzeug die Gemeinde gekostet, 90.000 EUR davon habe es an Zuschuss gegeben. An die Feuerwehr richtete er den Appell fleißig zu üben, um im Einsatz wirklich perfekt zu sein. Zum Schluss gab er mit auf den Weg: Das neue Löschverzeichnis ist nicht für die Feuerwehrmänner, sondern für uns Bürgerinnen und Bürger und dient unserer Sicherheit."
Für die Herstellerfirma, die Firma Rosenbauer, überbrachte Markus Persch die besten Grüße. Eine solche Auslieferung sei auch für den Hersteller etwas Besonderes. Es sei ein Werk entstanden, das vielseitige Anforderungen erfülle, aber keinen Luxus aufweise. Besonders sei die Auslieferung aber deshalb, weil mit ihr ein sehr intensives Miteinander ende. Die Feuerwehr Unterwössen habe wertvoll mitgearbeitet und unterstützt. Ein erheblicher Teil Unterwössner Ideen und Anforderungen seien in das Objekt geflossen. Er schloss mit einem Zitat des ehemaligen bayerischen Innenministers Günther Beckstein: "Sicherheit bedeutet Lebensqualität." Unterwössen habe jetzt "sehr viel an Lebensqualität gewonnen".
Kreisbrandrat Hans Gnadl war mit Kreisbrandmeister Alfred Waschin und Kreisbrandinspektor Georg König vom Kreisfeuerwehrverband Traunstein vor Ort. Gnadl sprach den Wehrleuten seine Anerkennung aus und dankte der Gemeinde für die Unterstützung bei der so wichtigen Aufgabe.
Der Kommandant der Unterwössner Feuerwehr Stefan Wimmer stattete der Gemeinde großen Dank für eine unkomplizierte Zusammenarbeit bei der Beschaffung des neuen Fahrzeuges aus. Besonders hob Wimmer seinen Stellvertreter, den zweiten Kommandanten Robert Stengl, hervor, der die Ausschreibung des Fahrzeuges, Beladepläne und sämtliche Protokolle erarbeitet hätte. Bei den Rohbaubesprechungen und Fahrzeugdatenräumen im fernen Luckenwalde habe Stengl durch sein Fachwissen geglänzt. Ohne Stengl würde das Fahrzeug "heute nicht so dastehen", schloss der Kommandant.
Nach einer kleinen Andacht weihte Pfarrer Klaus Wernberger das Neufahrzeug und das vom Feuerwehrverein angeschaffte gebrauchte Mehrzweckfahrzeug. Beide Fahrzeuge waren trefflich aufpoliert und vom Gartenbauverein mit reichlich Blumen geschmückt. Sie gaben der Versammlung einen besonderen Rahmen.
In einem letzten Tagesordnungspunkt traten Feuerwehrvorstand und Kommandant noch einmal nach vorn. Sie überreichten den Bürgermeister einen Scheck über 10.000 Euro. Mit diesem Betrag wollten die Feuerwehrleute die Gemeinde von den Anschaffungskosten entlasten. Bürgermeister Hans Haslreiter bezeichnete das als eine wertvolle Spende und zeigte sich nach eigenen Worten "gerührt" von diesem Beitrag der Wehrleute.

fg


Fotos der Weihe